Weiterbildung hilft Steuern sparen

Weiterbildung hilft Steuern sparen

Der Arbeitsmarkt kippt. Qualifizierte Mitarbeiter werden rar. Aus- und Weiterbildung in Betrieben wird immer wichtiger. Unsere Experten sagen Ihnen, wie Sie die Kosten steuerlich absetzen können und welche Förderungen es gibt.
Glaubt man den Experten so wird 2015 der österreichische Arbeitsmarkt kippen. Laut einer Studie der Allianz werden in diesem Jahr 467.000 Jugendliche in einen Beruf einsteigen. Dieser Zahl stehen 478.000 Berufsaussteiger, die in Pension gehen, gegenüber. Gleichzeitig wird die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern schon heute für manche Branchen eine große Herausforderung.
Die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeiter/innen hilft dem entgegenzusteuern. Um die lebenslange Weiterbildung zu fördern hat der Gesetzgeber ein Reihe von Maßnahmen gesetzt. So können etwa die Kosten für die Weiterbildung steuerlich abgesetzt werden und für bestimmte Personengruppen Förderungen beantragt werden.

Steuerliche Absetzbarkeit


Unternehmer/innen können Kosten für die Weiterbildung als Betriebsausgaben in der Steuererklärung absetzen. Neben den tatsächlichen Kosten kann ein Bildungsfreibetrag in Höhe von maximal 20 % der angefallenen Aufwendungen als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Das betrifft sowohl externe als auch interne Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Wahlweise kann für externe Bildungsmaßnahmen eine Bildungsprämie in Höhe von 6 % beim Finanzamt beantragt werden.

Arbeitnehmer/innen können ihre Ausgaben als Werbungskosten in ihrer Arbeitnehmerveranlagung geltend machen.

Förderungen. Für verschiedene Personengruppen gibt es Förderungen für Weiterbildungsmaßnahmen. Im Zusammenhang mit Schulungskosten für Arbeitnehmer/innen ist dabei zu beachten, dass die Kontaktaufnahme mit dem Arbeitsmarktservice vor dem Schulungsbeginn erfolgen muss.

Förderbar sind derzeit (2012) folgende Personen:
  • Arbeitnehmer/innen ab 45 Jahre
  • Frauen unter 45 Jahren mit höchstens Lehrausbildung oder mittlerer Schulbildung
  • Wiedereinsteiger/innen nach Elternkarenz

Außerdem können im Rahmen von Qualifizierungsverbünden Förderungen für folgende Personen beantragt werden:
  • Frauen,
  • Männer über 45 Jahre bzw. unter 45-jährige Männer mit keiner über den Lehrabschluss hinausgehenden Ausbildung.
  • Wiedereinsteiger/innen nach Elternkarenz.
Die Förderung von Lehrlingen und geringfügig Beschäftigten ist nicht möglich. Die Höhe der Förderung beträgt zwei Drittel bis zu drei Viertel der Kursgebühren (mehr unter www.ams.at).

Nützen Sie unsere Erfahrungen mit Qualifizierungsförderungen.
Unsere Mitarbeiterin Frau Doris Mayr berät Sie gerne!