Zeitreise: Von den Wurzeln bis in die Gegenwart

Zeitreise: Von den Wurzeln bis in die Gegenwart

1974. Helmut Schebesta und Mag. Othmar Holzinger übernehmen die Wirtschaftstreuhandkanzlei des 1969 verstorbenen Dkfm. Altreiter. Die SH-Gruppe wird geboren. Die Wurzeln des Unternehmens reichen allerdings bis in die 1. Republik zurück. Machen Sie mit uns eine Reise durch die Geschichte und erfahren Sie dabei so manches, was Sie  - vielleicht - bisher nicht wussten.

1925

Der Schilling ist da. Am 1. März dieses Jahres löst der Schilling, die noch aus der k.u.k Monarchie stammende Krone ab. Die Hyperinflation hat der, erst 1892 eingeführten Währung den Garaus gemacht. Wie dramatisch die Geldentwertung nach dem ersten Weltkrieg war lässt sich an folgendem Beispiel ermessen: Im Dezember 1921 kostete ein Laib Brot noch 74 Kronen - im November 1924 lag der Preis bei 8700 Kronen1.

Bankenkrise

Begleitet wird die Einführung des „Alpendollars“, wie er Jahrzehnte später auf Grund seiner Härte genannt werden sollte, von einer veritablen Bankenkrise. Die kostet zahlreichen österreichischen Banken, unter ihnen auch die Niederösterreichische Bauernbank, welche 1924 in die Pleite schlittert2, die Existenz. Einer der Hauptgründe dieser Krise ist wohl im Wiener Börsenkrach von 1924 zu suchen.

Erster Steuerberater in St. Pölten

Kein leichtes Umfeld also in dem Michael Wutzl den Sprung in die Selbständigkeit wagt. 1925 gründet er am Rathausplatz in St. Pölten eine Steuerberatungskanzlei. Es war wohl die erste überhaupt in der späteren niederösterreichischen Landeshauptstadt. In diese Steuerberatungskanzlei wird später Dkfm. Josef Altreiter, dessen Name in der Entstehungsgeschichte von Schebesta und Holzinger noch ein besondere Rolle spielen wird, eintreten.

St. Pölten zweitgrößte Stadt Niederösterreichs

Doch zurück zu St.Pölten - dem Ort wo alles begann: Bis zur Erhebung zur Landeshauptstadt hat es zwar noch 61 Jahre gedauert, aber St. Pölten zählte schon damals zu den drei größten Städten Niederösterreichs. Mit Hilfe einiger Eingemeindungen zählte die Stadt damals 31.576 Einwohner3 und war nach Wiener Neustadt mit 35.000 und noch vor Baden mit 22.217 Einwohner die zweitgrößte Stadt im Land. 88 Prozent der 1,48 Millionen Einwohner Niederösterreichs lebten damals übrigens in Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern.

Quellen:
1. Eva Frodl Kraft, Gefährdetes Erbe: Österreichs Denkmalschutz 1918-1945 im Prisma der Zeitgeschichte
2. Robert Kriechbaumer (Hg.) "Dieses Österreich retten" - Protokolle der Christlicchsozialen Parteitage der ersten Republik
3. Karl Gutkas, Geschichte Niederösterreichs